Chronik 2019 – 04. – 06. Juli (Prinzenraub-Festspiele 2019)

4 Tage grandioses Schauspiel – 4 Tage Mittelalter – 4 Tage Wahnsinn!

Die Prinzenraub-Festspiele 2019 sind leider schon vorüber, wir blicken auf ein halbes Jahr harte Arbeit mit Hochs und Tiefs zurück. Aber 4 komplett ausverkaufte Vorstellungen beweisen, dass sich die Mühe gelohnt hat.
Ende Februar fanden sich die Prinzenräuber zum ersten Treffen zusammen. Im seit 7 Jahren gespielten Stück aus der Feder von Manuel Kressin wurden im Finale 2019 zwei Inszenierungen der Vergangenheit und nie umgesetzte Teile des Originalskrips vereint. Wir zogen sozusagen alle Register.

28 Probentage, Tage Bühnenbau, 4 Tage Festival, 4 Tage Abbau.

Ein Marathon an Arbeit, Aufbau, Organisation – all das haben wir gemeistert. Doch wir hatten auch Defizite und Rückschläge. Es lief nicht immer alles nach Plan, oft war das Zusammenhalten der ca. 60 Mitwirkenden nicht einfach, erhöhtes Fehlen bei den Proben erschwerte das Vorankommen. Am Ende konnte ein Mitspieler krankheitsbedingt nicht auftreten und musste kurzfristig ersetzt werden. Aber wir haben den Schwierigkeiten getrotzt.

Das Festival konnte sich blicken lassen. Schon das Vorprogramm war eine Augen- und Ohrenweide. Auf dem Platz vor der Spielstätte begeisterten die Damen der Bauchtänzergruppe. Kurz darauf gab die Ritterschaft zu Reychenfels einen Showkampf vom Feinsten zum Besten. Auf der Bühne zog Antje Glanz mit ihrer witzigen Mitmachnummer und gleich darauf Sandra Großmann und Yvonne Weber an den Mittelalterinstrumenten das Publikum derart in ihren Bann, dass sie dem Hauptprogramm fast die Show zu stehlen drohten.

Kauffungens Ehre 2019 entführte den Zuschauer erneut in die Zeit um 1455. Die Prinzen wurden mal wieder geraubt und Kunz konnte seinem Schicksal auch dieses Jahr nicht entfliehen. Alte Bekannte wie die Herzogin und der Tod aus der Zeit der Festspiele am Hausmannsturm bereicherten das Stück. Die Laiendarsteller in Zusammenwirken mit Ton, Licht und Rahmenprogramm drücken der Stadt Altenburg einen festen kulturellen Stempel auf. Organisation, Logistik, Kostümausstattung, Spielstättenaufbau und Vermarktung gleichen einem Großunternehmen.

Danke allen Gästen und Mitwirkenden für die gelungene Spielsaison 2019. Auf ein Neues!

Chronik 2019 – 22. Juni (Ganztagsprobe)

Keine zwei Wochen mehr und das Spektakel auf dem Schloss beginnt von Neuem. Jetzt sind nur noch wenige Durchlaufproben, dann muss alles stehen. Und das wird es auch.
Apropos Stehen: In der Zwischenzeit hat das Bühnenbauer-Team den Agnesgarten in eine Spielstätte verwandelt. Bühne steht, Tor und Wände ebenfalls. Nächste Woche stellen wir noch eine kleine Zuschauertribüne, die Lichttürme, Technikstand u.v.m.
So war es heute die erste Probe auf der Bühne. Und zum ersten Mal probten wir auch das Tauschen der Microports, denn uns stehen nur 12 Kanäle zur Verfügung. Bis zur Aufführung wird sich noch einiges Bewegen.

Chronik 2019 – 1. Juni (Kindertagsprobe)

Für die heutige Kindertagsprobe haben wir uns bestes Wetter ausgesucht. 8 Uhr waren die Helfer vor Ort und richteten den Agnesgarten und die Garderobenräume ein. Kaffee wurde natürlich auch gekocht.
Regie-Coach Christiane begleitete uns heute wieder. Ihr wollten wir das bisher geleistete vorspielen, doch das gestaltete sich schwierig. Ein großer Teil an Mitspielern fehlte, und ausgerechnet viele Hauptrollen. So war es teilweise ein Potpourri an Double-Szenen, wo am Ende keine mehr wusste, wer gerade wen mimt.
Nur noch 11 Proben, dann wird es wieder ernst – und albrecht.

Chronik 2019 – 25. Mai (erste Ganztagsprobe)

Der Traditionsverein ruft zur Ganztagsprobe in den Agnesgarten. Da werden Tische und Bänke aufgestellt, eine Catering-Ecke angelegt, Kabel verlegt, Requisiten positioniert. Und die Wetterfrösche quakten Regen vom Himmel. Glücklicherweise war dies eine Falschmeldung: Sonne begleitete unsere erste Sonnabend-Probe.
Das Stück „Kauffungens Ehre“ wurde durchgespielt, wenige Szenen entfielen, manche wurden mehrfach wiederholt. Man merkt deutlich, dass einige Abläufe vom letzten Jahr nicht mehr so in Erinnerung sind. Aber man kann sich ja auch neu erfinden. Regie-Coach Waldemar stellte die Szenen immer so, dass der Bühnenplatz optimal ausgenutzt wird und dass die Agierenden immer gut zu sehen sind.
Mittags gab es reichlich Roster, Salat und Kuchen. Regina spielt ihre Rolle als Bäckerin mit Bravour.
Die vielen Prinzenraubkinder vergnügten sich derweil auf Decken oder in Zelten und beschäftigten sich mit den Requisiten. Emil ging an der Krücke und probierte die übergroße Mitra des Bischofs. Andere vergnügten sich mit dem Pranger.
14:30 Uhr war das Spektakel zu Ende. Alle waren zufrieden mit dem Geleisteten. Dienstag geht es weiter.

Chronik 2019 – 2. Mai (erste Probe auf dem Schloss)

Ab Ende April finden alle weiteren Proben im Agnesgarten des Altenburger Schlosses statt. Im Vorfeld mussten natürlich wieder die Garderobenräume vorbereitet werden. Noch sind nicht alle Räume frei, da das ABAB, das Altenburger Bauernballett zwei Räume beansprucht.
Am 30. April wurde die erste Freiluftprobe durchgeführt. Noch bis Ende Mai müssen wir ohne Regisseurin bzw. Coach auskommen. Das ist so gewollt. Also übernimmt wieder Waldemar und Eva das Regie-Zepter. Waldemar ist übrigens jetzt auch Regisseur bei „Prinzenraub OnTour“.
Wir müssen feststellen, dass der Rollenwechsel einiger Mitspieler noch nicht verinnerlicht wurde. Regina spielte 6 Jahre lang den Herrn von Brandenburg, jetzt ist sie die Köchin. Das wird schon. Regina bringt übrigens zu jeder Probe einen selbstgebackenen Kuchen mit. Toll. Am 2. Mai war sie nicht da, aber wir hatten trotzdem einen Kuchen – mit einer „5“ drauf, von Petra – dem Mosen.
Micha und Uwe präsentierten an jenem Mai-Abend ihre Kampfkünste, welche sie bei den Rittern derer zu Reychenfels erworben haben.

Chronik 2019 04 27 (Benefizkonzert und die Prinzenräuber OnTour)

Selbst nach 7 Jahren ist das OnTour-Stück noch immer gefragt. Auf dem Benefizkonzert mit Dagmar Frederic und Bernd Warkus bildeten die Prinzenräuber den Auftakt vor 370 Zuschauern. Den Leuten hat’s gefallen, der Dagmar ebenfalls, Kinder sind vor dem Henker davongelaufen. Und OnTour funktionierte als Werbeauftritt für die Festspiele im Juli.

Chronik 2019 – 25. April (Kinderprobe)

Kinder spielen beim Prinzenraub eine zentrale Rolle. Schließlich werden eben solche Kinder geraubt. Dass zur heutigen Probe aber gleich 16 solcher Kleinen erschienen sind, damit hat wohl keiner gerechnet. Aber es ist wahr. Zu den Prinzen, Grafen, Knappen und Gauklern gesellen sich Prinzessinnen und Bürgerkinder hinzu.
Regisseurin Christiane hatte es nicht einfach mit der Rasselbande. Zunächst machte sie einen Workshop mit den Zwergen bevor 2 Szenen, wo Kinder vorkommen, geprobt wurden.

Chronik 2019 – 4. April (Probe Friedens- und Hochzeitsfest)

Und weiter gehen die Proben für die Prinzenraub-Festspiele 2019. Heute mussten wir ohne unseren Coach auskommen. Aber Waldemar als Co-Coach hatte sich im Vorfeld Gedanken zu den 2 Szenen gemacht, die heute geprobt wurden: Friedensfest und Hochzeitsfest. Auf seinen Unterlagen war die Aufstellung der Mitspieler genauestens geplant.
Das Friedensfest war heute etwas anders als in den letzten 2 Jahren. Auch ist der Tod erstmalig in dieser Szene dabei.

Chronik 2019 – 27. März (Mitgliederversammlung und Vorstandswahl)

Ein Mal im Jahr trifft sich der ehemalige Förderverein zur Mitgliederversammlung. Und so fanden sich heute 33 Vereinsmitglieder im Ratskeller… Momant mal. Wieso „ehemalig“?
Es war nicht einfach nur eine Mitgliederversammlung, bei der das letzte Jahr im Rückblick aufgezeigt wird und die Finanzen offengelegt werden. Ein wichtiger Punkt wurde heute positiv verabschiedet – Die Umbenennung in „Traditionsverein Altenburger Prinzenraub e.V.“. Förderverein sind wir schon lange nicht mehr.
Der zweite große Tagespunkt war die Neuwahl des Vorstandes. 7 Mitglieder standen zur Wahl, 5 wurden gewählt. Als neue Vorstandmitglieder des Traditionsvereins gehen hervor:
Karin Beutler, Andy Drabek, Marion Hermsdorf, Eva Pommer (Vorsitz), Christian Weber. Kerstin Hartmann bleibt weiterhin Schatzmeisterin.
Der Rechenschaftsbericht offenbahrte eine sehr positive Entwicklung des Vereins auf allen Ebenen. Sei es die Vermarktung, die Wiederbelebung von „Prinzenraub OnTour“, die Besucherzahlen bei den Festspielen, die Vergrößerung des Vorprogramms usw… Weiter so! Der Traditionsverein Altenburger Prinzenraub e.V. ist eine der stärksten kulturellen und touristischen Institutionen in Altenburg.

Chronik 2019 – 3. März (erste Probe)

Heute startete die Prinzenraub-Proben-Saison. Alles scheint wie beim alten, doch dem ist nicht so. Christiane Müller ist unser neuer Coach. Wir müssen sie kennenlernen und sie uns, aber wir schweben auf der selben Wellenlänge. Christiane hatte sich ordentlich vorbereitet, die Besetzung vom letzten Jahr war wieder voll drin und die Mitspieler in neuen Rollen hatte keine Schwierigkeiten. Da kann es ja losgehen. Der erste Teil vom Akt I stand auf dem Plan. Christiane arbeitet zügig und konsequent und so sind wir heute sehr gut vorangekommen.

Chronik 2019 – Es geht los!

Mit dem großen Ersten Treffen wurde heute offiziell die Prinzenraub-Saison 2019 eröffnet. Nahezu alle Mitspieler und Helfer trafen sich in der Lutherschule. Unsere liebe Eva führte durchs Programm. Alle waren gespannt; was gibt es Neues, wer erhält welche Rolle, wer führt Regie? Und das Gut war – alle Fragen konnten beantwortet werden.
Die Mitspieler wurden von den Neuerungen im Text informiert. Und um diese zu festigen, wurden später die neu gestalteten Szenen mit den verteilten Rollen gelesen. Bei der Rollenvergabe gab es auch einige Änderungen. Doch dazu später. Freuen wir uns auf eine angenehme Probenzeit.

Chronik 2019 – Die neue Saison

7 – Das ist die Zahl, die uns 2019 begleiten wird. Seit 7 Jahren meistert der Förderverein das Theaterspektakel. Die Textfassung „Kauffungens Fehde“ von Manuel Kressin wird zum 7ten Mal inszeniert und gleichzeitig das letzte Mal. Denn 2020 hält ein völlig neues Stück zum Thema Prinzenraub Einzug.
Doch zurück zur 7! „Kauffungens Fehde“ wurde in der Vergangenheit in zwei Fassungen inszeniert. Im Finale verschmelzen wir diese beiden Versionen und nehmen noch ein paar Szenen vom Originalskript auf. 2019 erwarten den Besucher alte Bekannte wie die Herzogin und der Tod. Die Kampfszenen übernehmen nun „echte“ Ritter.
Doch nicht nur auf der Bühne wird es zu Neuerungen kommen. Das Vorprogramm wird üppiger, in den Zuschauerraum werden pro Vorstellung mehr Leute hineinpassen. Lasst Euch überraschen.